T-Bone Steak auf einem Holzbrett

T-Bone Steak

Heute befassen wir uns mit einem echten Klassiker auf dem Grill: dem T-Bone Steak. Was macht das T-Bone Steak so besonders? Wie bereitest du das T-Bone Steak am besten auf dem dem Grill zu? All das verraten wir dir in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Was macht das T-Bone Steak so besonders?

Das T-Bone Steak unterscheidet sich von allen anderen Steaks (bis auf das Porterhouse Steak) durch seinen markanten T-förmigen Knochen in der Mitte des Steaks. Dieser Knochen trennt den Filet-Teil des Steaks vom Roastbeef-Part.

T-Bone Steak mit Roastbeef und Filet eingezeichnet
Hier befinden sich Roastbeef und Filet

Wo sitzt das T-Bone Steak beim Rind?

Das T-Bone Steak sitzt im hinteren Bereich des Rinderrückens und besteht, wie gesagt aus dem Rumpsteak auf der einen und einem kleinen Teil Filet auf der anderen Seite. Auf der Rumpsteak Seite sitzt ausserdem ein Fettdeckel.

Hier sitzt das T-Bone Steak beim Rind
Hier sitzt das T-Bone Steak beim Rind

Woher kommt der Name T-Bone Steak?

Das T-Bone Steak hat seinen Namen dem T-förmigen Knochen in der Mitte des Steaks zu verdanken. Dieser Knochen trennt das Roastbeef des Rindes vom Filet. Du bekommst also 2 Steaks in einem.

Welche Textur hat ein T-Bone Steak?

Die beiden Texturen des T-Bone Steaks könnten unterschiedlicher gar nicht sein. Auf der einen Seite hast du das Roastbeef mit seiner etwas festeren Textur und leichten Fettmarmorierung. Auch wenn das Roastbeef auf den ersten Biss etwas fester ist, zergeht es dennoch auf der Zunge (wenn es medium-rare bis medium gebraten wurde).

Der Filetteil auf der anderen Seite ist durchgehend weich. Es ist in den meisten Fällen fast gar nicht marmoriert, es sei denn, du hast ein sehr teueres Wagyu T-Bone Steak.

Das Filet ist einer der Besten Teile vom Rind und ein wahrer Genuss für Steakfreunde.

T-Bone Steak aufgeschnitten
T-Bone Steak aufgeschnitten

Auf was solltest du beim Kauf achten?

Die Qualität ist hier entscheidend! Wenn du ein T-Bone Steak kaufst, solltest du darauf achten, dass du ein gutes Verhältnis vom Roastbeef zum Filet hast. Manche T-Bone Steaks haben nämlich fast gar keinen Filetanteil.

Wenn du so ein tolles Steak kaufst, dann solltest du auch von beiden Steakcuts etwas haben.

Achte auf dem Fettrand

Beim Kauf von einem T-Bone Steak sollte außerdem darauf geachtet werden dass der Fettrand nicht zu stark ist. Wir wollen gern für das Fleisch bezahlen, aber nicht für das Fett.

Herkunft des T-Bone Steaks

Achte beim Kauf auch auf die Herkunft des T-Bone Steaks. Die Fleischqualität ist besser, wenn das Steak von glücklichen Kühen kommt die auf einer saftigen Weide grasen als von Tieren die in Massentierhaltung leben.

Steaks mit Bio-Siegel sind in der Regel von höherer Qualität als die ohne.

Marmorierung des T-Bone Steaks

Dein Steak sollte eine schöne Marmorierung aufweisen. Das bedeutet, es sollte von kleinen Fettadern durchzogen sein. Dieses Fett schmilzt beim Grillen und macht das Steak saftig und geschmackvoll.

Wie dick sollte ein T-Bone Steak sein?

Achte beim Kauf darauf, dass dein T-Bone Steak mindestens 3cm dick ist. Besser ist es, wenn es 4cm dick ist. Das ermöglicht es dir dem Steak beim grillen eine schöne Kruste zu geben während es innen noch saftig und rosa bleibt.

T-Bone Steak - online bestellt
T-Bone Steak - online bestellt

T-Bone Steak für das Grillen vorbereiten

Bevor wir das Fleisch auf den Grill werfen können, muss es auf das Grillen vorbereitet werden. Wenn du dich an unsere Empfehlungen hältst, steht dem perfekten T-Bone Steak vom Grill nichts mehr im Wege.

Bring das T-Bone Steak auf Raumtemperatur

Bevor wir das Steak zubereitet können, sollte es Raumtemperatur haben. Das sorgt für ein gleichmäßigeres Garen als ein kaltes Steak.

Nimm dein Fleisch min. eine halbe Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank damit es langsam auf Raumtemperatur kommen kann. Lege es dabei aber nicht direkt in die Sonne.

Wenn du natürlich ein sehr dickes T-Bone Steak hast, solltest du es etwas früher aus dem Kühlschrank holen.

Die Faustregel lautet: Pro 1cm Dicke des Steaks, sollte es 10 Minuten bei Raumtemperatur ruhen bevor das Fleisch auf dem Grill kommt.

Steak mit Öl bestreichen

Bevor das Steak auf dem Grill oder in die Pfanne geht, bestreiche ich es gern noch mit ein wenig Öl. Wichtig ist, dass du ein Öl mit hohem Rauchpunkt nimmst damit es nicht so schnell verbrennt. Ich bin ein großer Fan von Avocadoöl.

Salze das T-Bone Steak

Ich persönlich verwende nur Salz vor dem Grillen. Der Pfeffer kommt erst danach drauf. Das handhabt aber jeder Griller anders.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Pfeffer beim scharfen anbraten verbrennt und dann etwas bitter schmeckt. Deshalb kommt der Pfeffer bei mir erst nach dem Grillen auf das Steak.

T-Bone Steak gesalzen
T-Bone Steak - gesalzen

Wie grillt man ein T-Bone Steak?

Nachdem wir das Steak auf Raumtemperatur gebracht haben, geht es jetzt ans Eingemachte: Das Grillen.

T-Bone Steak direkt oder indirekt grillen?

Beide Wege sind eine tolle Art der Zubereitung. Ich mache das immer von der Dicke des Steaks abhängig. Wenn das Steak sehr dick ist (ab 4cm), grille ich das Steak rückwärts(also erst auf die indirekte Seite). Wenn das Steak dünner als 4cm ist, geht es erst auf die direkte Seite und wird danach auf Kerntemperatur gezogen.

Vorteil beim Rückwärts Grillen

Beim Rückwärts Grillen bringst du das Steak erst auf Temperatur und legst es zum Schluss auf die direkte Seite des Grills um dem Fleisch eine schöne Kruste zu geben.

Der Vorteil beim rückwärts Grillen ist, dass das Steak gleichmäßiger gart. Das bedeutet, wir bekommen eine schöne gleichmäßige Farbe im inneren des Fleisches.

Der Grill sollte beim rückwärts Grillen nicht heißer als 130 Grad Celsius sein. Das heißt aber auch, dass du, nachdem das Steak die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat vermutlich nochmal einen Anzündkamin voll Holzkohle auf dem Grill schütten musst um eine möglichst heiße Glut für die Steak Kruste zu bekommen.

Wichtig: Wenn das Steak auf der indirekten Seite des Grills liegt, kannst du dein Fleisch-Thermometer bedenkenlos im Steak stecken lassen. Jedoch nicht wenn es direkt über der Glut liegt. Die meisten Thermometer sind nicht dafür gemacht direkt über der heißen Glut verwendet zu werden.

T-Bone Steak liegt in der indirekten Zone des Grills
T-Bone Steak wird indirekt gegart

Faustformel für das direkte Grillen von T-Bone Steaks

Ich empfehle dir immer ein Fleisch-Thermometer zu benutzen. Das hilft dabei den richtigen Garpunkt perfekt zu treffen. Ich benutze zum Steak grillen immer mein Meater+ Thermometer. Aber auch ein einfaches Fleischthermometer tut was es soll.

Wenn du aber kein Thermometer hast, kannst du dich an diese Faustformel halten um die gewünschte Garstufe zu bekommen:

  • Rare (innen noch roh, außen gebräunt): Etwa 2 Minuten pro Seite und pro Zentimeter Dicke.

  • Medium Rare (innen rosa, außen gebräunt): Etwa 2,5 Minuten pro Seite und pro Zentimeter Dicke.

  • Medium (innen leicht rosa, außen kräftig gebräunt): Etwa 3 Minuten pro Seite und pro Zentimeter Dicke.

  • Well Done (durchgegart, außen kräftig gebräunt): Etwa 4 Minuten pro Seite und pro Zentimeter Dicke.

Zwei-Zonen Methode zum Grillen von Steaks

T-Bone Steak wird direkt über der heißen Kohle fertig gegart
T-Bone Steak direkt über der Holzkohle

Bei der Zwei-Zonen Methode unterteilen wir den Grill wie schon weiter oben erwähnt in eine direkte und eine indirekte Zone.

Auf der direkten Zone wird das Steak zuerst scharf angebraten. Unser Ziel hierbei ist, dass das Steak eine schöne Kruste bekommt. Die Bräunung der Kruste, die auch als Maillard-Reaktion bekannt ist geht relativ schnell wenn die Temperatur deines Grills hoch genug ist. Also achte darauf, dass das Steak nicht verbrennt, denn das würde für eine bitteres Aroma sorgen.

Wenn du auf beidem Seiten des Steaks eine schöne Kruste hast, legst du das Steak auf die indirekte Zone des Grills.

In der indirekten Zone ziehen wir das Steak jetzt nur noch auf die gewünschte Kerntemperatur. Hier ist das Fleisch-Thermometer auf jeden Fall dein bester Freund.

Wenn dein Grill keine zwei Zonen hat, dann kannst du das Steak nach dem anbraten auch im Backofen bei sehr niedriger Temperatur (100°C - 120°C) auf die gewünschte Kerntemperatur bringen.

T-Bone Steak nach dem Grillen ruhen lassen

Weil sich beim Grillen die Muskelfasern im Fleisch zusammenziehen und den Fleischsaft nach aussen drücken, solltest du dein T-Bone Steak nach dem Grillen mindestens 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch können sich die Fasern wieder entspannen und der Fleischsaft bleibt da wo er bleiben soll - im Steak.

T-Bone Steak anrichten

T-Bone Steak aufgeschnitten
T-Bone Steak ist auf einem Holzbrett angerichtet

Wenn das Fleisch geruht hat, kannst du es anrichten. Ich schneide meine Steaks gern im Ganzen auf (in ca. 0,5cm dicke Scheiben bzw. Streifen schneiden) und jeder Gast kann sich dann einfach bedienen. Wenn das Steak aufgeschnitten ist, kannst du es noch mit frisch gemahlenem Pfeffer und einer Prise Salz (Fleur de Sel eignet sich dafür sehr gut) bestreuen.

Beilagen zum T-Bone Steak

Als Beilagen zum T-Bone Steak eigenen sich Salate und Kartoffelgerichte jeder Art sehr gut. Im Sommer servieren wir gern unseren Orzo Nudelsalat dazu.

Als Kartoffelbeilage kann ich Baked Potato empfehlen.

Fazit

Und zack, da haben wir's! Das T-Bone Steak, ein echter Grillklassiker, der zwei der besten Stücke vom Rind in einem vereint - das Rumpsteak und das Filet. Und das Besondere? Der namensgebende T-Knochen in der Mitte, der eine köstliche Textur und einen unvergleichlichen Geschmack bietet.

Beim Kauf sollte die Qualität deines Steaks an erster Stelle stehen. Achte auf eine ausgewogene Mischung von Rumpsteak und Filet, einen nicht zu dicken Fettrand und eine gute Marmorierung. Je nach Budget kann auch ein Bio-Siegel für höhere Fleischqualität sprechen. Und vergiss nicht, dein Steak sollte mindestens 3-4 cm dick sein, damit es beim Grillen eine schöne Kruste bekommt, aber innen noch saftig und rosa bleibt.

Bereite dein Steak vor dem Grillen gut vor: Bring es auf Raumtemperatur, bestreich es mit Öl und salze es. Pfeffer kommt erst nach dem Grillen drauf, um ein Verbrennen und damit einen bitteren Geschmack zu vermeiden.

Je nach Dicke deines Steaks kannst du es direkt oder indirekt - also rückwärts - grillen. Bei dickeren Steaks empfiehlt sich das Rückwärtsgrillen, da das Steak so gleichmäßiger gart. Ein Fleischthermometer ist dein bester Freund, um den richtigen Garpunkt zu treffen. Und wenn du keines hast, gibt es immer noch die bewährte Faustformel, um die gewünschte Garstufe zu erreichen.

Wichtig ist auch das Ruhenlassen nach dem Grillen. Lass dein Steak etwa so lange ruhen, wie du es gegrillt hast, damit die Säfte zurück ins Fleisch fließen und es saftiger und geschmackvoller wird.

Zum Anrichten empfehle ich, das Steak in Streifen zu schneiden und mit frischem Pfeffer und einer Prise Salz zu bestreuen. Als Beilagen passen Salate und Kartoffelgerichte besonders gut.

Jetzt weißt du alles, was du brauchst, um ein perfektes T-Bone Steak zu grillen. Viel Spaß dabei und guten Appetit!

Über den Autor

Nico Meyer

Nico Meyer

Nico ist CEO und Gründer von Carni. Seine große Begeisterung für gutes Fleisch, Grillen und die amerikanische BBQ-Kultur haben ihn dazu bewegt Carni zu gründen.

nico@carni.iohttps://carni.io